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Umsetzungsbeispiele und Instrumente

Instrumente sind zugleich Orientierung und Hilfsmittel für die Qualifizierungsbedarfsanalyse. Sie bieten Personalverantwortlichen und Qualifizierungsberatern Anregungen, Lösungsvorschläge und Strategieansätze in Form von Handlungsanleitungen und praktischen Übungen. Zahlreiche Instrumente stehen hierfür bereit, sie sollten dem betrieblichen Bedarf entsprechend ausgewählt werden. Die Analyse betrieblicher Umstände erfordert andere Methoden als eine Erhebung der individuellen Bildungsbedarfe einzelner Mitarbeiter. Für den schnellen Überblick stellen wir Ihnen zunächst die fünf gängigsten Methoden der betrieblichen Qualifizierungsbedarfsanalyse vor, um dann weitere Instrumente gebündelt nach Themen zu präsentieren. Alle aufgeführten Methoden und Instrumente verstehen sich als Empfehlungen, die betriebsspezifisch modifiziert und erweitert sowie mit individuellen Vorgehensweisen kombiniert und ergänzt werden können.

Themenübersicht:

Häufigste Methoden der Qualifizierungsbedarfsanalyse im betrieblichen Einsatz

  1. Befragung
    Das Instrument der Befragung wird am häufigsten für die Analyse des betrieblichen Qualifizierungsbedarfs eingesetzt und findet in der Regel große Akzeptanz bei der Belegschaft von Unternehmen.
  2. Moderation
    Mit dieser Gesprächstechnik lassen sich Lösungsvorschläge gemeinsam mit der Zielgruppe der Qualifizierungsmaßnahme erarbeiten. Die Methode fördert die aktive Teilnahme der Mitarbeiter und nutzt ihr Fach- und Arbeitsplatzwissen. Die Mitarbeiter sind dadurch hoch motiviert, an der geplanten Weiterbildung teilzunehmen und zeigen ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl gegenüber der Maßnahme. Die Methode der Moderation erzeugt eine starke Verbindlichkeit bei den Adressaten.
  3. Beobachtung
    Diese Methode empfiehlt sich, wenn Probleme und Qualifikationsdefizite noch nicht näher spezifiziert wurden. Führt ein Qualifizierungsberater die Beobachtung durch, muss er einen fachlichen Experten hinzuziehen.
  4. Arbeitsplatzanalyse
    Die Arbeitsplatzanalyse erfolgt durch eine Kombination von Beobachtungen und Befragungen. Eine Arbeitsaufgabe wird genau erfasst. Darauf aufbauend können dann die für die Ausübung der Tätigkeit erforderlichen Qualifikationen gefunden werden. Diese besonders exakte und systematische Methode berücksichtigt neben fachlichen Anforderungen auch die benötigten Schlüsselqualifikationen.
  5. Analyse betrieblicher Informationsquellen
    Hier fließen alle Daten und Erhebungsinstrumente mit ein, die im Betrieb aktuell verfügbar sind. Achtung! Wendet ein externer Bildungsdienstleister diese Methode an, kann die Zusammenarbeit eingeschränkt sein, da Betriebe oftmals keinen allzu tief gehenden Einblick in Betriebsinterna gewähren möchten.

Die in dieser Sammlung vorgestellten Beispiele und Instrumente entstammen zum Teil dem Modellversuch "FILIP – Flexible und individuelle Lernformen in der Personalentwicklung“, der vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gemeinnützige GmbH im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung durchgeführt wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung des Bayerischen Finanzministeriums ist finanzieller Träger des Projekts. Dieses Webportal präsentiert Instrumente für die Qualifizierungsbedarfsanalyse in Auszügen und mit ihren typischen Charakteristika. Zur Vertiefung können sie direkt von derFILIP-Toolbox oder von derimode-Projekthomepage heruntergeladen werden.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

Herbert Loebe, Eckart Severing (Hrsg.) (2007) Handlungshilfen für Bildungsberater – Bildungsbedarfsanalyse. Leitfaden für die Bildungspraxis (f-bb), Band 21. Bielefeld (Bertelsmann)

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