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Eigene Angebotsrecherche

Die Alternative zum Bildungsberater, der einen Weg durch den Dschungel des Weiterbildungsmarktes weist, ist die Eigenrecherche. Um dabei nicht zu scheitern, sollte eine klare Vorstellung über die Lerninhalte herrschen, die vermittelt werden sollen. Unter dieser Voraussetzung bietet es sich an, Bildungsdatenbanken zu verwenden.

Themenübersicht:

Recherchemittel Bildungsdatenbank

Grundsätzlich sind Bildungsdatenbanken ein nützliches Instrument zur Recherche. Allerdings stellt sich auch hier das Problem der Vielzahl und Vielfalt.

Ein Vergleich von 25 Bildungsdatenbanken, durchgeführt von der Stiftung Warentest, bietet einen guten Einstieg. Der Test liefert einen Überblick über den Leistungsumfang und die Qualität der einzelnen Angebote. Das Testergebnis ist im Internet veröffentlicht und stehthier für 1,50 € zum Download bereit. Weitere Links zu Bildungsdatenbanken finden Sie unter weitere Informationen.

Eine Gliederung und Kategorisierung der Bildungsdatenbanken und darüber hinaus Anleitun­gen für die Recherche bietet auch der Leitfaden „Weiterbildung im Betrieb mit Konzept“ der Eul-Gombert & Gombert GmbH, den diesehier kostenlos zum Download zur Verfügung stellt. (Siehe auch weitere Informationen.)

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Bedingte Brauchbarkeit bei An-/Ungelernten

Die Einträge einer Bildungsdatenbank bestehen naturgemäß aus vordefinierten thematischen Kurseinheiten, die als Kompaktseminare, Intervallveranstaltungen, Fernlehrgänge und vermehrt auch als e-Learning angeboten werden. Das Angebot ist breit und die Formen vielfältig. Es ist ratsam, die Mitarbeiter schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt an der Auswahl zu beteiligen. Sie werden auf diese Weise in die Verantwortung für den Erfolg der Weiterbildung eingebunden.

Sofern es sich bei den Angeboten um eher seminaristische Weiterbildungskonzepte handelt, eignen sich diese für die Gruppe der An- und Ungelernten z. T. nur bedingt, da diese häufig umfangreiche Lernvoraussetzungen und Weiterbildungserfahrungen bedingen.

Die Zielgruppe solcher Kurse sind deshalb eher Fach- und Führungskräfte, die diese Voraussetzungen aus der eigenen Bildungsbiografie (Aus- und Fortbildung an weiterführende Schulen, Berufsschulen, Fachschulen, Hochschulen etc.) mitbringen. Lernentwöhnte Personen, wie es An- und Ungelernte in der Regel sind, lernen dagegen leichter über Nachmachen, Erfahren, und Ausprobieren am Arbeitsplatz bzw. im Arbeitsprozess. Angebote dieser Art sind schlecht standardisierbar, noch dazu wenn sie betriebsnah sein sollen. Sie zu finden, dürfte schwer sein, weshalb sich gute Beratung erneut als Erfolgsfaktor einer arbeitsprozessorientierten Qualifizierung erweist.

Ein Möglichkeit zur differenzierten Recherche von Angeboten insbesondere auch für An- und Ungelernte stellt das Zentrum für betriebliches Weiterbildungsmanagement (zbw) für den bayerischen Raum zur Verfügung: Hier können sie gezielt Anbieter für Einzelseminare, Beratung und Prozessbegleitung sowie Abschlussbezogene Qualifizierungen recherchieren.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

DasInfoWeb Weiterbildung, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, bietet eine permanent aktualisierte Übersicht über Weiterbildungsdatenbanken, die nicht von Bildungsanbietern betrieben werden. Im Juni 2008 waren das 169 Einträge.

Bernhard Eul-Gombert, Alex Moll, Anne Gombert (2007)
Weiterbildung im Betrieb mit Konzept Ein Leitfaden in vier Bausteinen für kleinere Unternehmen und Organisationen Bergisch Gladbach

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