Wissensmanagement
Qualifizieren im Betrieb
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Beurteilung eines Bildungsanbieters

An eine Qualifizierung von An- und Ungelernten werden hohe Anforderungen gestellt. Sie soll bedarfsgerecht, betriebsnah, zielgruppenspezifisch, flexibel und transparent sein. Das bedeutet, dass an den Umsetzungspartner der Qualifizierung nicht weniger anspruchsvolle Maßstäbe angelegt werden müssen. In der Regel führt ein Bildungsdienstleister die Weiter- bzw. Nachqualifizierung durch. Der Partner braucht Kompetenz in verschiedener Hinsicht: seine Mitarbeiter müssen didaktisch-methodisch gut sein (Ausbildungskompetenz), sie müssen die Teilnehmer und ihre Lernvoraussetzungen einschätzen können (Zielgruppenkompetenz) und er muss über Mitarbeiter verfügen, die die Anforderungen des Betriebes erkennen und in ein Ausbildungsprogramm umsetzen können (Beratungs- und Konzeptionskompetenz).

Themenübersicht:

Welche Überlegungen sind hilfreich?

Wesentliches Kriterium dafür, welcher Bildungsdienstleister für das Unternehmen als Partner in Frage kommt, ist die Erfahrung, die dieser bereits mit betriebsbezogenen und modularisierten Qualifizierungsformen gewonnen hat. Das dabei erworbene Erfahrungswissen kommt den betrieblichen Entscheidern zugute, wenn diese gemeinsam mit dem Bildungsdienstleister die Qualifizierung planen und prüfen, welche Teilnehmer für eine Nachqualifizierung geeignet sind. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es auch, dass der Bildungsdienstleister das Wissen und die Erfahrungen der Entscheider ausreichend in seine Planung mit einbezieht.

Und prüfen Sie, ob das Konzept auf Ihre betrieblichen Erfordernisse und Interessen abgestimmt ist.

Wie sollte die Qualifizierung gestaltet sein?

Bedarfsgerecht, betriebsnah, zielgruppenspezifisch, flexibel und transparent (s. oben) soll die arbeitsprozessbezogenen Weiterbildung sein. Diese Anforderungen machen aus jedem Qualifizierungsvorhaben ein einmaliges Projekt. Deshalb ist es im Vorfeld einer solchen Maßnahme nur schwer zu beurteilen, ob der Partner die Gestaltungskompetenz dazu hat. Es gibt jedoch ein paar Indizien, die Rückschlüsse darauf zulassen, inwieweit der Bildungsanbieter die Kriterien „betriebsnah“ und „bedarfsgerecht“ erfüllt. Es handelt sich dabei um Antworten auf Fragen der Art Wie macht er das? oder Was tut er dafür?

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Welche Instrumente können bei der Auswahl helfen?

Ergänzend zu den oben genannten Fragen gibt es eine Checkliste (Download als PDF, 31KB) die bei der Suche nach einem geeigneten Bildungsdienstleister helfen kann: "Fragenkatalog, der die Suche nach einem geeigneten Bildungsdienstleister erleichtert". Zu beachten ist hier, dass dieser Fragenkatalog im Zusammenhang eines Modellversuchs zur Nachqualifizierung entstanden ist. Deshalb sollte er entsprechend den spezifischen betrieblichen Voraussetzungen und Zielen angepasst werden.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat eine Checkliste Qualität beruflicher Weiterbildung zusammengestellt, mittlerweile in der 6., überarbeiteteten Auflage. Sie richtet sich in erster Linie an Weiterbildungsinteressenten, die auf der Suche nach einem für ihre persönliche Qualifizierung geeigneten Angebot sind. Aber sie bietet auch betrieblichen Entscheidern umfassende Informationen und Hinweise. DasDokument können Sie sich beim BIBB als PDF-Datei herunterladen bzw. kostenfrei bestellen.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

Herbert Loewe, Eckart Severing (Hrsg.) (2002)
Ein neuer Markt für Bildungsträger - modulare und betriebsnahe Nachqualifizierung „Leitfaden für die Bildungspraxis“, Band 2, Bielefeld (Bertelsmann)

Herbert Loebe, Eckart Severing (Hrsg.) (2001)
Flexible Wege zum Berufsabschluss - Modulare Nachqualifizierung im Betrieb
Ein Leitfaden für die Praxis „Wirtschaft und Weiterbildung“, Band 24, Bielefeld (Bertelsmann)

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