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Berufliche Perspektiven für Geringqualifizierte

Für An- und Ungelernte wird es immer schwieriger, einen Arbeitsplatz zu finden. Ihre Arbeitslosenquote war beispielsweise im Jahr 2005 mit 26 Prozent fast dreimal so hoch wie die Arbeitslosenquote bei Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung (9,7 Prozent). Fortschreitende Rationalisierung führt dazu, dass vor allem die Arbeitsplätze wegfallen, die sich durch einfach zu erlernende Routinetätigkeiten auszeichnen.

Eine Unternehmensbefragung (siehe auch aktuelle betriebliche Bedarfe), an der die bfz Bildungsforschung im Dezember 2007 beteiligt war, ergab, dass die berufliche Perspektive für viele Unternehmen einen wichtigen Grund für die Qualifizierung An- und Ungelernter darstellt: 65,7% aller befragten Unternehmen stimmten dem Aspekt "Mitarbeitern soll eine berufliche Perspektive geboten werden" als ein Motiv für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu. Während dies für 52,9% der großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern eine Bedeutung hat, sind es 67,9% der KMU von zehn bis 499 Mitarbeiter und sogar 77,1% der Kleinstunternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern.

Themenübersicht:

An- und Ungelernte – die Arbeitslosigkeit nimmt zu

Viele Arbeitsmarktstatistiken der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitskräfte ohne jegliche Ausbildung seit Jahren abnehmen. Der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf wird zunehmend zu einer Voraussetzung für den Einstieg ins Arbeitsleben.

Nach den Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB) werden im Jahre 2010 nur noch 10 Prozent aller Arbeitsplätze für An- oder Ungelernte geeignet sein. Für mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze wird eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Auch der Anteil der Arbeitsplätze, bei denen ein Abschluss als Meister/in oder Techniker/in, ein Fachhochschul- oder Hochschulabschluss gefordert wird, steigt weiterhin an.

Wie kann modulare betriebsnahe Qualifizierung dem entgegenwirken?

Zwischen den abnehmenden Hilfstätigkeiten in Unternehmen und der immer komplexeren Facharbeit entstehen neue branchenspezifische und meist anspruchsvollere Tätigkeitsprofile, die gerade Geringqualifizierten neue Chancen eröffnen können.

Hier setzt das modulare betriebsnahe Qualifizierungskonzept an. Entlang des unternehmens- oder branchenspezifischen Anforderungsprofils werden die Qualifizierungsinhalte festgelegt. Der betriebliche Arbeitsplatz fungiert als Lernort und eine begleitende Vermittlung von Lerninhalten bei einem Bildungsdienstleister stellt sicher, dass sich die Teilnehmer/innen – Modul für Modul - alle Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen, die sie zu einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit benötigen. Selbst ein Berufsabschluss in einem regulären Ausbildungsberuf ist auf diese Weise möglich.

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Was gewinnen die Teilnehmer?

Eine in Module gegliederte Qualifizierung eröffnet an- und ungelernten Arbeitskräften eine berufliche Perspektive, die sich direkt am aktuellen Fachkräftebedarf orientiert.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

Zu den abnehmenden Beschäftigungschancen für Bewerber ohne Ausbildung:

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