Wissensmanagement
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Wissensmanagement heute – ein ganzheitlicher Ansatz

Themenübersicht:

Wissensmanagement wird heutzutage als ganzheitlicher Ansatz verstanden, der versucht, die Schwachstellen des humanorientierten sowie des technikorientierten Wissensmanagements zu überwinden. Es handelt sich hierbei um kein gänzlich neues Konzept sondern um eine integrierte Betrachtungsweise, die sowohl technische und humanorientierte Ansätze als auch Informations- und Kompetenzmanagement sinnvoll miteinander verbindet.

TOM Modell

Grafik: TOM-Modell 
Quelle: Lucko/Trauner, 2005

Technik: Bei der Einführung von Wissensmanagement ist es wichtig, sich für ein geeignetes technisches System zu entscheiden. Ein Unternehmen prüft, ob sich die vorhandenen Informations- und Kommunikationstechnologien eignen, um Wissensmanagement zu integrieren oder ob weitere technische Lösungen zugekauft werden müssen.

Organisation: Wissensmanagement bezieht sich immer auf die in der Organisation wirkenden Personen und das durch sie produzierte Wissen. Letztlich muss Wissensmanagement selbstverständlich werden und in allen organisatorischen Prozessen verankert werden.

Mensch: Wissen wird immer noch Menschen produziert, diese müssen aber auch bereit sein, ihr Wissen zu teilen und aktiv in die Organisation einzubringen. In dieser Dimension geht es um die Entwicklung einer wissens- und lernfreundlichen Unternehmenskultur sowie um die Schaffung von entsprechenden Rahmenbedingungen.

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Informations-, Kompetenz- und Wissensmanagement

Wissensmanagement wurde zu Beginn oftmals gleichgesetzt mit Informationsmanagement. Die Aufgabe des Informationsmanagements ist es, die erforderlichen Informationen zur richtigen Zeit und im richtigen Format zum Entscheider zu bringen. In den ersten Jahren des Wissensmanagements wurden deshalb meist technische Systeme implementiert, die an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbei entwickelt wurden.

Dagegen stehen beim Wissensmanagement die menschliche Expertise und deren Entwicklung im Vordergrund. Vorhandenes Wissen soll vernetzt werden, neues Wissen soll generiert werden und externes Wissen soll in das Unternehmen transferiert werden. Hier wird deutlich, dass Wissen nur durch Interaktion – in Lernprozessen – erworben und nicht wie Information einfach gespeichert werden kann.

Kompetenzen sind die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, die nötig sind, das vorhandene Informationswissen in Handlungswissen umzusetzen. Kompetenzen sind an Individuen gebunden – bezogen auf die Organisation spricht man von benötigten Kernkompetenzen. Ein gezieltes Kompetenzmanagement steht somit in direktem Zusammenhang zu Wissensmanagement. Im Rahmen der Wissensidentifikation wird nicht nur Informationswissen sondern auch Erfahrungs- und Handlungswissen transparent gemacht.

Dem Wissensmanagement kommt somit eine zentrale Integrationsfunktion zwischen Technik (Informationsmanagement) und Personal (Kompetenzmanagement) in einer Organisation zu.

Grafik:
Quelle: in Anlehnung an Reinmann-Rothmeier, 2001

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