Wissensmanagement
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Wissensmanagement bisher – Historie

Themenübersicht:

Historische Entwicklung

Frühe Konzepte Mitte der 1970er Jahre hatten zum Ziel, menschliche Entscheidungsträger möglichst zeitnah mit gewünschten Informationen zu versorgen, um die Qualität der Entscheidungen zu erhöhen.

Mit der Abkehr von traditionellen Organisationsformen und der Ausrichtung auf das Ideal der "lernenden Organisation" hat Mitte der 80er Jahre der Begriff Wissensmanagement Einzug in die organisationspsychologische Literatur gefunden. Der Umgang mit Information und vorrangig explizitem Wissen wurde zur zentralen Management- und Führungsaufgabe.

Mitte der 90er Jahre wurde erstmals vom "Wissen als strategische Ressource" gesprochen und Wissensmanagement hatte keine rein technologische Bedeutung mehr. Dem Wissensmanagement werden seither drei konstituierende Dimensionen zugesprochen: Technik – Organisation – Mensch. In dieser Phase wird explizit der soziale und organisatorische Kontext miteinbezogen.

Seit einigen Jahren rücken mehr und mehr Konzepte eines ganzheitlichen Wissensmanagements in den Vordergrund die die Technik- und Humanorientierung in sinnvoller Weise verbinden. Wissen wird als wesentlicher Wertschöpfungsfaktor betrachtet, der in einer wissensorientierten Unternehmensführung gemanagt werden sollte. Wissensmanagement wird demnach als ganzheitlicher Prozess verstanden.

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Technikorientiertes Wissensmanagement

Im Zentrum dieses Zugangs zu Wissensmanagement steht die Rationalisierung und effektivere Nutzung von Wissensressourcen. Wissensmanagement wird lediglich als Weiterentwicklung des Informationsmanagements unter Einbeziehung des Menschen als Wissensverarbeitungssystem verstanden.

Schwachstelle: Bestehende Probleme der Wissensverarbeitung werden durch eine Erweiterung der technischen Leistungsfähigkeit zu lösen versucht, obwohl die Ursache der Probleme oftmals organisatorischer oder personeller Natur sind.

Humanorientiertes Wissensmanagement

Im Mittelpunkt des humanorientierten Wissensmanagements steht der Mensch als Wissensträger: Er verändert und erwirbt sein Wissen in Lernprozessen und durch Interaktion mit anderen Organisationsmitgliedern.

Schwachstelle: Eine alleinige Fokussierung auf den Mensch als Wissensträger vernachlässigt die Realisierung von Effizienzpotentialen bei der Wissensidentifikation und Verteilung mit Hilfe technischer Strukturen.

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