Wissensmanagement
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Aktuelle Trends

Im Rahmen der vom f-bb in 2009/2010 durchgeführten Studie als Download (PDF-Datei, 1882kb) zum Ist-Stand und zum Bedarf von Wissensmanagement in KMU konnten folgende Trends abgeleitet werden:

Bestehende Qualitätsmanagementsysteme erleichtern die Einführung von Wissensmanagement
Viele der befragten Unternehmen verfügen in Bezug auf Wissensmanagementprozesse über bessere Voraussetzungen, wenn sie bereits ein Qualitätsmanagement (QM) eingeführt haben. Insbesondere auch die kleinen Unternehmen verweisen auf die Vorteile bzw. erwarten sich Vorteile aus der Einführung von QM. Sowohl bei Qualitäts- als auch Wissensmanagement handelt es sich um ganzheitliche Systeme, die bei einer umfassenden Implementierung alle Bereiche einer Organisation erfassen. Beide setzen eine Reflexion der im Unternehmen vorhandenen Prozesse – sowohl der expliziten Geschäftsprozesse als auch kultureller Prozesse – voraus.

Der Bedarf an Wissensmanagement ist in schnell wachsenden Unternehmen sowie wissensintensiven Branchen am größten
Die Größe eines Unternehmens scheint nicht allein den ausschlaggebenden Faktor für den Bedarf an Wissensmanagement darzustellen. Unter den befragten kleinen und mittleren Betrieben sehen vor allem die Betriebe, welche momentan ein starkes (Markt-)Wachstum zu bewältigen haben, einen großen Bedarf in der Strukturierung ihrer Wissensbasis. Auch die Wissensintensität der Produkte/Dienstleistungen ist ausschlaggebend für das Interesse an Wissensmanagement. Ein Indikator für hohe Wissensintensität und einem daraus resultierenden Wissensmanagementbedarf ist die Existenz einer eigenen Entwicklungsabteilung.

Wissensmanagement heißt vor allem Kommunikation fördern
Der Baustein Wissen (ver)teilen bezieht sich in den Ergebnissen sehr stark auf den persönlichen Kontakt zwischen Menschen und weniger auf Beiträge aus technischen Lösungen oder in Form von dokumentiertem Wissen. Als Wissensquelle dominieren Teamsitzungen oder Gespräche bei Bedarf. Lösungen zur Speicherung von Daten werden eher zusätzlich angeboten und ersetzen direkte Kontakte zwischen Menschen nicht.

Je offener die Unternehmenskultur ist, desto erfolgreicher ist das Wissensmanagement
Sowohl in den Interviews als auch im durchgeführten Expertenworkshop wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass eine offene, kooperative Unternehmenskultur der mit Abstand wichtigste Faktor bei der Einführung und Umsetzung von Wissensmanagement ist.

Personalentwicklung ist die dominante Strategie zur Wissensentwicklung
In allen Unternehmen zeigte sich Personalentwicklung als eine quantitativ sehr wichtige Strategie der Wissensentwicklung. Den Unternehmen ist bewusst, dass Wissen sehr stark personengebunden ist und die organisationale Wissensbasis des Unternehmens daher vor allem auf dem Know-how der Mitarbeiter beruht.

Schwachstelle externe KooperationenInsgesamt fällt auf, dass diejenigen Unternehmen, die über eine eigene Forschung und Entwicklung (F&E) verfügen, auch vermehrt mit wissenschaftlichen Kooperationspartnern zusammenarbeiten. Dies liegt u. a. auch daran, dass KMU oft nicht über ausreichend Ressourcen verfügen, um ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten allein zu bewältigen. Bei Betrieben ohne eigene F&E scheint die Kooperation mit externen Partnern eher zufällig und weniger systematisch verankert zu sein. Diese Form des zielgerichteten und u. U. günstigen Wissenserwerbs und der Wissensentwicklung ist somit oftmals ausbaufähig.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

Ausgabe I/2010 Open Journal of Knowledge Management: "Wissensmanagement von Morgen und Übermorgen – Trends, Visionen und Herausforderungen" alsDownload im PDF-Format.

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