Wissensmanagement
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Wissensbewertung – Wissen messen und bewerten

Baustein Wissensbewertung/-messung
Im Rahmen des Bausteins Wissensbewertung wird kontrolliert, inwieweit die anvisierten Wissensziele auf normativer, strategischer und operativer Ebene erreicht wurden. Dafür existiert jedoch kein standardisiertes Instrumentarium, sondern es bedarf der unternehmensspezifischen Festlegung von Messverfahren, Erfolgsindikatoren bzw. -kennziffern. Da zu abstrakt bzw. allgemein formulierte Ziele weder gemessen noch bewertet werden können, gilt es mit Blick auf diesen Baustein bereits bei der Formulierung der Wissensziele auf eine ausreichende Operationalisierung zu achten und entsprechende Indikatoren und Messverfahren festzulegen. Ein wichtiges Ziel der Wissensbewertung ist die Darstellung des Unternehmenswerts, der durch die Einführung/Nutzung von Wissensmanagement geschaffen wurde – auch um die Bereitschaft der Mitarbeiter zum Wissensaustausch bzw. zur Wissensbestandspflege zu erhöhen. Erschwert wird die Wissensbewertung dadurch, dass es sich bei Wissensmanagement um einen langfristigen Prozess handelt, in dem monetäre, d. h. messbare Erfolge oftmals erst mit Verzögerung eintreten.

Handlungsempfehlung zur Umsetzung
Die Wissensbewertung kann und soll zu einer Prozessoptimierung in Folgeprojekten führen. Die Wissensbewertung und deren Feedback zur erneuerten Festlegung von Wissenszielen sollten sich deshalb auf alle durchlaufenen Prozessstufen beziehen, von der Wissensidentifikation bis hin zur Wissensbewahrung. Je exakter und messbarer die jeweiligen Ziele eingangs formuliert wurden, desto besser sind zum einen die Erfolgschancen bei der Implementierung und zum anderen die Möglichkeiten zur Analyse und Bewertung. s

Instrument 1: Wissensbilanz
Ein seit einigen Jahren etabliertes, jedoch relativ aufwändiges Instrument zur gezielten Darstellung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals einer Organisation ist die Wissensbilanz. Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem intellektuellen Kapital und dem Geschäftserfolg eines Unternehmens auf und beschreibt diese Elemente mittels Indikatoren. Einen wichtigen Bereich der Wissensbilanz stellt die Messung von Veränderungen im Wissensbestand dar. Der Einsatz einer Wissensbilanz kann helfen, vorhandene Wissensmanagementbemühungen zu systematisieren und weiter auf die strategischen Unternehmensziele auszurichten.

 

Instrument 2: Kunden-, Lieferanten- und Mitarbeiterbefragungen
Die Befragung von Kunden, Lieferanten und/oder Mitarbeitern ist ein sinnvolles Instrument zur Messung und Bewertung von Wissenszielen und eignet sich auch für KMU. Sie kann schriftlich, per Telefon, online oder in Form eines direkten Feedbacks (z. B. auf Messen, in einem Nutzerforum, auf Mitarbeiterversammlungen) erfolgen. Besteht die Befürchtung in dieser Form keine offenen Antworten zu erhalten, kann auch eine anonyme Befragung durchgeführt werden. Wirken sich die Befragungsergebnisse in erkennbarer Form auf zukünftige Entscheidungen, Produktentwicklungen etc. aus, ist dies außerdem ein geeignetes Instrument, um die Bindung/Beziehung zu Kunden, Lieferanten bzw. Mitarbeitern zu verbessern.

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