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Wissenserwerb – Import von Wissen aus externen Quellen

Baustein Wissenserwerb
Wissen von extern zu erwerben erweitert die organisationale Wissensbasis und füllt die identifizierten Wissenslücken. Zudem ist neues Wissen die Voraussetzung für innovative Produkte/Dienstleistungen und somit für eine wachsende Wertschöpfung. Dieses neue Wissen muss zunehmend auf externen Wissensmärkten erworben werden, was gezielte Beschaffungsstrategien erfordert. Wissenserwerb kann durch folgende Aktivitäten erfolgen: Erwerb von Wissen externer Wissensträger (Rekrutierung von Spezialisten), Erwerb von Wissen anderer Unternehmen (Kooperationen, Product-/Knowledge-Links), Erwerb von Stakeholderwissen (Kunden, Lieferanten) und Erwerb von Wissensprodukten (Software, Patente, Daten).

Handlungsempfehlung zur Umsetzung
Als Einstieg in diesen Baustein eignet sich die Durchführung einer Bestandsanalyse mit anschließender Ermittlung geeigneter externer Wissensquellen. Folgende Fragestellungen können bei der Analyse und Umsetzung des Wissenserwerbs hilfreich sein:

Recherchefelder sind z. B. das Internet, Fachverbände und Expertennetzwerke, wichtige Kunden und Lieferanten, kooperierende Unternehmen, Patentämter, Hochschulen und andere wissenschaftliche Einrichtungen oder Beratungsunternehmen. Entlang der Kriterien Passgenauigkeit des Inhalts, Aufwand in der Umsetzung und Kosten des Wissenserwerbs können die Rechercheergebnisse durch das Projektteam wiederum einer ABC-Analyse unterzogen werden. Aus den Quellen der Kategorie A fällt das Projektteam dann die Entscheidung, welche Form(en) des Wissenserwerbs für das zu erreichende Wissensziel am besten geeignet ist.

Instrument 1: Regionale Netzwerke
Es gibt zahlreiche bestehende Expertennetzwerke zu unterschiedlichsten Themen, die meist ein breites Angebot an Informationsmaterialen und Veranstaltungen (Vorträge, Weiterbildungen etc) zu speziellen Themen anbieten. Durch die Beteiligung an solchen regionalen Netzwerken kann einerseits der Wissenserwerb direkt im Rahmen von Veranstaltungen etc. erfolgen, zum anderen bieten sich in diesem Zusammenhang Möglichkeiten zum Austausch bzw. zu Kooperation mit externen Wissensträgern im jeweiligen Bereich.

 

Instrument 2: Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen
Vor allem in sehr wissens- und entwicklungsintensiven Branchen bieten sich direkte Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten, Fachhochschulen oder Forschungsinstituten an, wobei diese Zusammenarbeit nicht nur für den Bereich der Technikforschung sinnvoll ist. Auch zu betriebswirtschaftlichen Themen wie z. B. Controlling, Personalmanagement oder -entwicklung (Aus- und Weiterbildung) gibt es zahlreiche Forschungsprojekte, die für Mittelständler interessant sind bzw. für die häufig sogar Praxispartner gesucht werden. Für Unternehmen stellt dies oftmals eine relativ kostengünstige und gewinnbringende Form des Wissenserwerbs dar.

 

Instrument 3: Systematisches Recruiting
Die Einstellung eines neuen Mitarbeiters ist immer mit einem gewissen Zeit- und Kostenaufwand verbunden, so dass sich eine Investition in ein systematisches Recruiting insbesondere auch für KMU lohnt. Eine intensive Suche nach einem bestmöglich auf das gesuchte Stellenprofil passenden Mitarbeiter ist auf lange Sicht günstiger, als wenn die Stelle aufgrund einer Falschauswahl ein zweites Mal besetzt werden muss.

Die Suche über eine klassische Stellenanzeige – ob in den Printmedien oder im Internet – ist erfolgreicher, wenn die Anzeige sich in Text und Design von den üblichen Anzeigen abhebt. Außerdem kann es sich lohnen, in zielgruppengerechten Medien zu inserieren, d. h. in Fachzeitschriften, Social Networks etc.

Eine weniger aufwendige, aber erfolgreiche Methode ist z. B. auch die Empfehlung, d. h. das Unternehmen nutzt die Kontakte der Mitarbeiter und lobt Prämien für eine Neueinstellung aufgrund einer erfolgreichen Empfehlung aus. Schließlich bietet auch die Vergabe von Bachelor- oder Masterarbeiten eine gute Möglichkeit, qualifiziertes Personal zu finden und frühzeitig an das Unternehmen zu binden.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

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