Wissensmanagement
Qualifizieren im Betrieb
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Wissensidentifikation – Informationen über bereits vorhandenes Wissen einholen

Baustein Wissensidentifikation
Zwar weiß die Personalabteilung oder der Geschäftsführer bzw. einzelne Führungskräfte über die Qualifikationen ihrer Mitarbeiter Bescheid, die Organisation als Ganzes hat jedoch meist keinen Überblick über vorhandene Wissensressourcen. Wissensidentifikation bedeutet demnach die Lokalisierung von Wissen und Schaffung von Transparenz über vorhandenes internes und externes Wissen. Es bedeutet aber auch herauszufinden, was man nicht weiß, denn nur so können vorhandene Wissenslücken geschlossen und fehlende Kompetenzen und Fähigkeiten beschafft werden. Im Idealfall erfolgt die Wissensidentifizierung bei jedem Mitarbeiter der Organisation.

Handlungsempfehlung zur Umsetzung
Die Wissensidentifikation erfordert das Engagement aller am ausgewählten Wissensziel beteiligten Personen und Abteilungen, entsprechende Schlüsselpersonen sollten das Projektteam ergänzen. Bei der Wissensidentifikation geht es nicht darum, das gesamte Wissensinventar des Unternehmens zu ermitteln, sie sollte sich auf die konkreten Wissensziele des Projekts beschränken. Die Analyse des Wissens sollte zudem in die Arbeitsprozesse im Betrieb eingebettet werden, so dass sie nicht als zusätzliche Last empfunden werden.

Instrument 1: Wissens-Mapping – vorhandenes Wissen identifizieren
Es bietet sich an, auf die bekannte Methode Mind-Mapping (Visualisierungstechnik) in Form eines Wissens-Mappings zurück zu greifen. Hierzu steht im Internet eine Reihe praktikabler und umfassender Softwaretools kostenlos oder gegen eine geringe Lizenzgebühr zur Verfügung. Dieses Wissens-Mapping kann in Teams oder auch einzeln durchgeführt werden. Die Methode eignet sich besonders für die Identifikation des vorhandenen Wissens.

Folgende Fragenstellungen können vor dem Hintergrund des Projektziels bearbeitet werden:

Suchfelder für die Identifikation des vorhandenen Wissens sind z. B. Qualitätshandbücher, Kundenbefragungen, Verfahrensanweisungen, Konstruktionspläne, aber auch Daten über Kundenbeziehungen oder über Teams in der Entwicklung, Produktion oder anderer Abteilungen. Ein weiteres wichtiges Suchfeld sind die Träger von implizitem Wissen, d. h. von Wissen, das nirgends dokumentiert, aber z. B. in den Köpfen erfahrener Mitarbeiter (Experten) vorhanden ist.

Gerade mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, ist aber auch die Identifikation von Wissenslücken äußerst wichtig. Hierfür können beispielsweise die in vielen Unternehmen bereits existierenden Mitarbeitergespräche und Stellenprofile im Sinne dieses Wissensmanagementbausteins genutzt werden:

Instrument 2: Mitarbeitergespräche und Stellenprofile – Wissenslücken aufdecken
Anhand regelmäßiger (jährlicher) Mitarbeitergespräche kann u. a. der Qualifikationsbedarf der Mitarbeiter festgestellt werden. In diesem Rahmen lassen sich die für einen Aufgabenbereich notwendigen Kompetenzen systematisch erheben. Auf Grundlage der Gespräche könnten in einem nächsten Schritt Stellen-Ist- und -Soll-Profile erstellt werden, aus denen die notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen abgeleitet werden können. Der Vorteil dieses Instruments ist zum einen, dass es häufig nicht zusätzlich implementiert werden muss, weil es bereits im Rahmen der Personalentwicklung verwendet wird. Zum anderen können damit bei regelmäßiger Anwendung die Wissensbedarfe bzw. -lücken kontinuierlich aufgedeckt und das vorhandene Wissen beständig weiter entwickelt werden.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

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