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Wissensziele – Wissensmanagement eine Richtung geben

Themenübersicht:

Baustein Wissensziele
Die Identifikation von Wissenszielen sollte am Anfang eines jeden Wissensmanagementprojekts stehen. Wissensziele leiten sich meist aus den Unternehmenszielen ab und werden von der Geschäftsführung erarbeitet. Diese dienen als Grundlage für die weitere Planung und stellen die Referenz für die spätere Kontrolle der Umsetzung dar. Damit geben sie Lern- und Entwicklungsprozessen eine Richtung bzw. machen den Erfolg von Wissensmanagement überprüfbar. Wissensziele beziehen sich auf wissensbezogene Unternehmensziele auf normativer, strategischer und operativer Ebene und sollten eindeutig formuliert sein.

Handlungsempfehlungen zur Umsetzung

Die beiden strategischen Bausteine Wissensziele und Wissensbewertung bedingen sich gegenseitig. Nur Wissensziele, die ausreichend operationalisiert, d. h. quantifizierbar definiert sind, können während bzw. nach Abschluss eines Wissensmanagementprojekts gemessen und bewertet werden. Es bietet sich z. B. an bei der Formulierung der Wissensziele die aus dem Projektmanagement bekannte SMART-Regel anzuwenden. Diese besagt, dass Ziele eindeutig, messbar, angemessen und bis zu einem bestimmten Termin realisierbar definiert werden sollten. Bereits in diesem Schritt sollten relevante Mitarbeiter einbezogen werden.

Instrument 1: Frühzeitig Mitarbeiter einbeziehen
Für die Identifizierung und Festlegung von Wissenszielen sollte ein Wissensmanagement-Projektteam eingerichtet werden, dem Personen aus mehreren Unternehmensbereichen angehören: Geschäftsführung, IT-Abteilung, Abteilungsleiter, falls vorhanden Personalentwicklung und Betriebsrat. Das Team kann im Verlauf des Projekts (auch temporär) um weitere Mitglieder, die Multiplikatorenfunktionen übernehmen können, ergänzt werden. Wenn das Projektteam noch keine Erfahrung mit Wissensmanagement hat, sollten zumindest einige Teammitglieder ein einführendes Seminar oder einen Workshop absolvieren.

Die Identifizierung von Wissenszielen erfolgt idealer Weise durch eine Informationsbedarfsanalyse:

Instrument 2: Informationsbedarfsanalyse: Dort ansetzen, wo der Bedarf am Größten ist und ein schneller Umsetzungserfolg möglich ist
Einstieg in die Informationsbedarfsanalyse könnte ein Brainstorming des Projektteams sein. Die ermittelten Wissensziele werden anschließend in einer ABC-Analyse entlang ihrer Bedeutung für das Unternehmen hierarchisch strukturiert: Wissensziele der Kategorie A haben Priorität.

Von den Wissenszielen der Kategorie A sollten eines oder zwei ausgewählt werden, um den Prozess des Wissensmanagement in einem Pilotprojekt zu erproben und zu evaluieren. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass es nicht sinnvoll ist, den Einstieg in das Wissensmanagement zu groß zu dimensionieren. Wissensmanagement bringt immer eine Umstellung betrieblicher Strukturen und Abläufe mit sich, und der Ansatz „Alles oder Nichts“ führt nur selten zum Erfolg.

Wichtig ist es, schon im Frühstadium des Projekts eine betriebliche Informations- und Kommunikationsstruktur einzurichten, internes Marketing für das Projekt zu betreiben und dessen Akzeptanz zu fördern. Für diese Aufgabe sollte ein verantwortliches Teammitglied benannt werden, das eine Multiplikatorfunktion einnehmen kann.

Informationsbedarfsanalysen lassen sich gezielt einsetzen, um Anhaltspunkte zu erlangen, wo der Bedarf an Wissensmanagement am Größten ist und welche Voraussetzungen ggf. schon geschaffen wurden. Folgende Fragen können in diesem Zusammenhang gestellt werden:

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